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Die Kfz-Verwahrstelle der Stadt Hamburg ist besser bekannt unter dem Namen „Autoknast“. Die gut gesicherte Fläche bietet ausreichend „Parkraum“ für 150 Autos, die neuerdings auch weitgehend genutzt wird. Betreibergesellschaft ist die APCOA Autoparking GmbH. Aufgeteilt nach Revieren kümmern sich Vertragsfirmen darum, die Autos am Haken in den Ausschläger Weg zu befördern.

Um den Verwahrplatz kostendeckend zu finanzieren müssen ca. 70 Autos pro Tag eingebuchtet werden - das macht 25.550 Autos im Jahr.
Durch die exorbitanten Betriebskosten die diese überdimensionierte Anlage verschlingt, schnellt das zu entrichtende Bußgeld unweigerlich in die Höhe. Das Gesetz der Betriebswirtschaftlichkeit hat in der Politik anscheinend keine Gültigkeit oder wird vom wohlmöglichen Größenwahn einiger "Volksvertreter" Außerkraft gesetzt.

Keine Frage, Fahrzeuge die einen Behindertenparkplatz, eine Feuerwehrzufahrt oder den Verkehr blockiert haben stehen nicht zu unrecht hier. Doch leider reicht mittlerweile ein abgelaufener Parkschein oder Parkscheibe aus, um abgeschleppt zu werden. Zudem beschränkt sich das Abschleppen von Fahrzeugen nicht mehr nur auf den Stadtkern, sondern auch auf die Randgebiete Hamburgs. Es liegt dabei im Ermessen des Polizeibeamten, ob ein Fahrzeug abgeschleppt wird oder ob es bei einem verwarnenden „Knöllchen“ bleibt.
Doch der Eindruck, dass die Misere allein durch die auszuführenden Beamten entsteht täuscht - sie sind nur das letzte Glied der Kette.

Nachdem der Verwahrplatz am Anfang seines Bestehens (Jan. 2005) mit einer geringen Quote als unsinnig und als nicht kostendeckend bezeichnet wurde, ist von Seiten der Politik umgehend "gehandelt" worden.
Eine interne Polizei-Anweisung legte fest, dass die Abschlepp-Quote zu erhöhen ist.

Zitat: „Falschparkern sei grundsätzlich durch die Sicherstellung zu begegnen“ (Quelle)
Einzige Ausnahme: Es befindet sich in Sichtweite (Umkreis max. 100 Meter) ein freier Stellplatz - wer Hamburgs Parkraum kennt, weiß, dass diese Chance gleich Null beträgt.

Leidtragende sind aber nicht nur die Autofahrer, auch die Anwohner sind durch den Lärm der Abschleppfahrzeuge betroffen. Täglich fahren bis zu 120 Abschleppwagen durch den Stadtteil. Durch ein eigentlich schon abgelaufenes Sonderrecht dürfen diese auch die Schranken passieren, die aufgrund der Verkehrsberuhigung eigentlich nur für Busse des HVV und für die Feuerwehr freigegeben sind. Der normale LKW-Verkehr ist gezwungen, einen Umweg von 1.5 Kilometer zu fahren. Nach Aussage der Innenbehörde ist dieser Umweg aber für die Abschlepper nicht zumutbar.








Quellennachweis: DasErste, Sendung „plusminus“

Zahlen & Fakten
Die einzelnen Kosten:

Nicht inbegriffen ein "Knöllchen" das noch per Post zugestellt wird.
Verwaltungsgebühren:
82,- EUR
Abschleppgebühr ab*:
120,- EUR
Abstellkosten:
50,- EUR
Gebühr pro Tag:
8,50 EUR
Gesamtsumme:
260,50 EUR

* Je nach Abschleppunternehmen.

So wurde abgeschleppt

Dieses Diagramm zeigt die Abschleppzahlen der Jahre 2005 und 2006:

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Vergleich zu anderen Städten

Hamburg ist und bleibt einsamer Spitzenreiter.
Köln
138,- EUR
Frankfurt
151,- EUR
Berlin
160,- EUR
München
188,- EUR
 

Die geschätzten Einnahmen

Ein Vergleich mit den Einahmen der vergangenen Jahre unterstreicht die Abzocke:
Einahmen 2003 ca.
3,8 Mil. Euro
Einahmen 2004 ca.
6,6 Mil. Euro
Einahmen 2005 ca.
7,4 Mil. Euro
Einahmen 2006 ca.
5,4 Mil. Euro